was wäre, wenn es auf der Welt kein Geld gäbe?

von: bigenno
am 27.Dec.2006 2:53:16

Unser Leben ist von A bis Z vom Geld bestimmt. Nichts ist "umsonst"! Nun, was wäre, wenn es über Nacht in der ganzen Welt kein Geld mehr gäbe, wenn es einfach so verschwände? Wie würde sich unser Leben verändern?








Kommentare

von: Anonym
am 27.Dec.2006 16:26:4

Maks

Kein Geld auf der Welt bedeutet das ende der Zivilisation!

Nachdenken sollte man aber über die Verteilung des Geldes und über die Bewertung aller Dinge dieser Welt mit Geld!



von: bigenno
am 27.Dec.2006 20:41:30

Das Ende der Zivilisation? Sind wir wirklich so abhängig vom Geld? Bestünde nicht eine Chance des Umdenkens? Mit der uns gegebenen Intelligenz müsste es dann doch möglich sein, unser Leben neu zu strukturieren.

Geld ist eine Grundlage für die Entstehung von Kriminalität in unserer Gesellschaft. Würde die Kriminalität nicht sinken ohne Geld? Die Ärmsten der Welt würden mit den jetzt Reichsten gleichstehen, oder nicht?

Würde unsere Zivilisation wirklich beendet werden oder hätte die Menschheit endlich einmal eine richtige Chance der Weiterentwicklung des Geistes? Ich las mal ein Buch. Darin wurde ein Leben ohne Geld (in der Zukunft) beschrieben. Alles wichtige zum Leben wurde durch vollautomatisierte Fabriken hergestellt und nach Bedarf automatisch verteilt. Die Menschen gingen daher keiner Arbeit mehr nach. Sie hatten so die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in den drei großen Lebensbereichen Wissenschaft, Kunst und Sport weiterzuentwickeln. Es gab keine Armut in der Welt. Die Menschen hatten sich weitestgehend von der damals vorherrschenden kapitalistischen Gesellschaftsform getrennt. Eigentum spielte keine Rolle mehr.

Wäre so eine Form des Zusammenlebens nicht einmal diskutabel?




von: EineWelt
am 27.Dec.2006 22:23:14

Es geht nicht ums Geld

Meiner Meinung nach sollte es heissen: Was wäre, wenn unsere Gesellschaftsform nicht von materiellen Gütern abhängig wäre. Es geht darum, durch materielle Güter Macht und Einfluss zu erlangen. Ob das Geld, Gold oder Kamele sind, ist prinzipiell egal.
Wenn die Bewertung und die Betrachtungsweise eines Menschen nicht von Materie geregelt wird, wäre das sicherlich "fairer". Aber das geht schon ins philosophische.

Mit meinem Vorposter stimme ich mehr oder weniger über die Vision überein, dass immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden und Produktionsabläufe vermehrt automatisiert werden. Normalerweise sollte das tatsächlich dazu führen, dass sich die Menschen die Freiheit nehmen könnten ihre Zeit nach eigenen Interessen einzuteilen. Leider sind wir seit Jahrzehnten beim Prinzip der 40Std Woche stecken geblieben. Damals war es ja so, dass durch die industrielle Revolution weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt wurden. Nach dem Kampf der Sozialdemokratie wurde die Arbeitswoche auf 40Std beschränkt. Eben weil durch die Industrialiserung
weniger Arbeitsstunden bei gleicher Bezahlung möglich waren.
Heute entwickelt es sich in die Richtung, dass der Gewinn an Arbeitskraft und -stunden nicht für die Arbeiter genützt wird, sonder um den Profit der Firma zu steigern. Der Profit steigt, die Arbeiter und -rechte sinken.

Wenn aber die Verteilung des Profits die selbe Entwicklung durchgehen würde, wie vor 50 Jahren, wäre wahrscheinlich der nächste Schritt die bedingungslose Grundsicherung. Und hier wären wir wieder einen Schritt näher zu der von bigenno beschriebenen Vision der arbeitslosen Gesellschaft. Wobei natürlich das Wort "arbeitslos" eine ganz andere Bedeutung hätte. Nämlich : Trennung von Einkommen und Arbeit.


von: Anonym
am 03.Jan.2007 23:26:26

alle Zahlunge über Bankkonto

dann würden alle Zahlungen nur über das Konto möglich sein. Alles Zahlungsvorgänge wären dokumentiert. Schwarzarbeit wäre nicht mehr möglich. Große Teile der Kriminalität verhindert. Erpessungen kaum noch sinnvoll usw.

 

  



von: bigenno
am 12.Jan.2007 15:15:22

zu meinem Kommentar vom 27.12.06, 20:41 Uhr und zu Simpson:

Man könnte hier bei meiner Schilderung über eine (mögliche?) Zukunft sofort an Star Trek denken! Zu meinem oben genannten Kommentar: Das von mir erwähnte Buch war von einem DDR-Schriftsteller (der Name ist mir nicht mehr bekannt). Er beschrieb eine Welt, in welcher Geld keine Rolle mehr spielte. Durch das Loslösen von bisherigen Gesellschaftsstrukturen hat die Menschheit weltweit einen großen Entwicklungsschritt getan. Durch die Technologien der Welt wurde alles Lebensnotwendige durch vollautomatisierte Fabriken hergestellt.

Betätigungsfelder der Menschen waren die Wissenschaft, die Kunst und der allesbegleitende sportliche Bereich. Es gab jedoch noch Sicherheitskräfte, welche etwaige rudimentäre Überbleibsel diverser menschlicher Verhaltensweisen überwachten und bei Bedarf ahndeten.

Durch die Konzentration des menschlichen Verstandes auf die drei großen Lebensbereiche wurden kognitive Ressourcen des Gehirns freigesetzt, welche die nächste Entwicklungsstufe des menschlichen Seins einläuten sollten.

Der einzige fade Beigeschmack des Buches war, dass die Einigung der Welt durch das Siegen des Sozialismus / Kommunismus möglich war. Wahrscheinlich hätte der Autor sein Werk sonst nicht veröffentlichen dürfen !? Die Vision einer möglichen Zukunft jedoch fand ich schon sehr bemerkenswert!

Dazu noch eine Frage von mir: Ist die Gesellschaftsform des heutigen Kapitalismus das Ende unserer menschlichen Entwicklung oder gäbe es nicht doch andere Formen des Zusammenlebens? Ist ein Umdenken der Menschen denn so schwer, können wie die uns gegebene Intelligenz nicht besser nutzen?



von: Heide111
am 18.Jan.2007 13:44:18

Dann wieder mit Steine handeln...

Ist doch klar, wer den größten Stein hat, ist dann Bill Gates.Unser "Geld" wären dann Kieselsteine. Gott sei Dank habe ich im Garten einen großen Findling, wann geht diese Währung los?

Gruß Heide



von: Anonym
am 30.Jan.2007 20:31:13

Geld ist ein Versprechen in die Zukunft, dass zu einer Leistung noch eine Gegenleistung fehlt.

http://www.win-projekt.de/geld.html


von: Anonym
am 31.Jan.2007 18:47:8

Kein Geld?

Das würde heißen wieder zurück zur Tauschwirtschaft mit Gütern oder (noch schlimmer) Gold oder andere edelmetalle würden die Stellung von Geld einnehmen. Nein, nein so wird das nichts.

Viel eher sollte man sich Gedanken machen ob vieleicht in unserem Geld ein weitreichender Fehler steckt...

Stichwort Freiwirtschaft!

Toks

von: Anonym
am 04.Mar.2007 19:12:6

sparschwein

also man könnte die güter dann rationieren - nicht so, dass der mit mehr geld sich alles kauft, was er will, sondern:

jedeR hat zb. ein bestimmtes benzinkontingent - wenn ers verbraucht hat, geht er/sie dann eben zu fuss oder fährt mit dem rad.

oder: jedeR darf so und so viele kilometer im leben fliegen.

gefährlich ists aber auch: jedeR darf so und so viel saufen? rauchen? essen?

kontrolle pur.





von: Andreas
am 19.Mar.2007 16:15:52

Unser Leben ist von A bis Z vom Geld bestimmt

Das von dir gestellte Szenario, würde das Ende der zivilisierten Gesellschaft zur Folge haben.Der absolute Zusammenbruch jeglicher geregelter Vorgänge,Übergang kleiner Gruppen und Interessensgemeinschaften zu Tauschhandel auf primitiver Ebene. Wer kein Geld mehr bekommt arbeitet auch nicht mehr . Stell dir vor morgen bleiben alle zu Hause. Die Folge wäre Hunger und Elend . In den späten 20igern des letzten Jahrhunderts gab es die Weltwirtschaftskriese,zwar nicht mit dem Totalverlust jeglichen Zahlungsmittels, aber mit der gefährlichen Entwertung desselben. Was dann geschah wissen die meiste Menschen. Der Ruf nach dem starken Mann wurde laut und erhört, mit den bekannten Folgen.

von: Samy1
am 29.Apr.2007 1:37:41

Sehr amüsant und kreativ dargestellt in:

Wie funktioniert Geld
(You tube video)

von: Anonym
am 08.Sep.2008 20:49:29

Kreativität

...ist das Schlüsselwort, es würde wieder interessant werden und so einige würden aufwachen und aktiv werden...lokal und regional würde sich was entwicklen, wir sind doch nciht von geld abhängig...momentan ist es eine möglichkeit bestimmte dinge zu erwerben, aber auch nur weil wir es dazu gemacht haben ist es das Mittel absoluta...

von: Anonym
am 03.Oct.2008 12:45:47

Welches Problem sollte der Verzicht auf Geld lösen? Geld ist nicht böse oder Ursache für Kriminalität, sondern Substitut für Leistungen, die  jemand für jemand anderen erbringt. Insofenr ist grundsätzliche Kritik am Geld nur Kritik an Arbeit - wobei man sich dann damit abfinden müsste, nur das zu besitzen, was man auch selbst herstellt. 
Es ist also falsch, die Verantwortung für irgendetwas auf das Instrument abzuwälzen, das man benutzt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

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