was wäre, wenn die Zinssätze auf die Hälfte sinken würden?
von: Helmut
am 16.Nov.2006 20:17:29
Text:
Wenn die Zinssätze auf die Hälfte sinken,
dann würden sich die Zinszahlungen an die Banken in Deutschland von 330 Milliarden Euro p.a. (Betrag 2005 lt. BBK) auf 165 Milliarden halbieren, womit man rechnerisch in der Lage wäre, fünf Millionen Arbeitskräfte mit 32.800 Euro Bruttokosten einzustellen, oder die Löhne aller 35 Millionen Arbeitnehmer um 4.700 Euro jährlich anheben,
dann würden sich die Zinslasten des Staates von heute 66 Milliarden Euro auf 33 Milliarden verringern, wodurch alleine der Staat eine Million Arbeitsuchende einstellen oder viele der heutigen Engpässe in seinen Etats schließen könnte,
dann würden die Zinslasten, die sich in allen Endverbraucherpreisen ansammeln (im Durchschnitt ca 30 bis 40 Prozent , bei Wohnungsmieten 60 bís 80 Prozent) ebenfalls halbieren, was den Menschen rechnerisch ermöglichen würde, ihre Arbeitzeiten um etwa 6-8 Stunden in der Woche zu senken.
dann würde sich die heutige zinsbedingte Einkommensumverteilung, bei der acht Zehntel der Haushalte täglich insgesamt etwa 300 Millionen Euro verlieren und in gleicher Höhe ein Zehntel der Haushalte täglich reicher wird, ebenfalls halbieren und auch die weitere Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich,
dann würden die Geldvermögenszuwächse von mehreren hundert Milliarden Euro jährlich, die weitgehend aus Zinseinkünften stammen, auf die Hälfte fallen und damit auch der Anstieg der Verschuldungen, die heute, zur Schließung des Geldkreislaufs, in gleicher Höhe zunehmen müssen.
dann würde sich auch der Zwang zum ständigen Wirtschaftswachstum reduzieren, der sich heute daraus ergibt, dass die sich aus den zinsbedingten Umverteilungen ergebenden sozialen Spannungen, nur mit steigenden Wirtschaftsleistungen tragbarer gemacht werden können.
und diese hier angenommene Halbierung der Zinsen würde sich ergeben, wenn die Überlegenheit des Geldes gegenüber Arbeit und Güterangeboten, durch eine Umlaufsicherung auf die gehaltenen Zahlungsmittel abgebaut würde, eine Umlaufsicherung die verhindert, dass sich das Geld, vor allem bei unattraktiven Zinshöhen, vom Markt zurückziehen und damit auch in gesättigten Volkswirtschaften noch marktwidrig hohe Zinsen erpressen kann.
Wie John Maynard Keynes bereits 1936 in seinem Hauptwerk "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" geschrieben hat, würde eine solche Umlaufsicherung durch Geldhaltekosten "der vernünftigste Weg sein, um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden", und weiter: "Es würde einem Menschen immer noch freistehen, sein verdientes Einkommen anzuhäufen....aber seine Anhäufung würde nicht mehr (von alleine d.V.!) wachsen."
Mehr dazu unter www.INWO.de oder www.geldreform.de .
bearbeitet am 17.Nov.2006 12:29:24


