wenn Obama nächster Präsident wird?

von: Samy1
am 26.Feb.2008 13:1:24

echte Änderung oder Wahlpropaganda?

Obama wird als Phänomen gehandhabt. Niemand verkauft das Wort "Change" so gut wie er. Anscheinend kaufen die Leute auch keinem das Wort so ab, wie ihm. Oder sind die Amerikaner von Bush so enttäuscht, dass sie sich durch den vorhergesagten Wechsel zu viel erhoffen. So hilflos und hoffend, dass Obama leichtes Spiel mit dem Wahlvolk hat? Naja.

Welchen Umschwung würde also Obama als Präsident bringen? Welchen verspricht er? Und welcher ist wahrscheinlich?
Erst einmal ist es bekannt, dass Obama auf einer sehr abstrakten Ebene von Veränderung spricht. Nichts konkretes. Die Leute Hoffnung schöpfen lassen -ja. Sich festnageln lassen- Nein? Wenn er diesen Kurs beibehält, werden die möglichen Enttäuschungen niedrig ausfallen. Nur glaube ich nicht, dass die Wähler sich den ganzen Wahlkampf hinhalten lassen. Naja, andererseits : Besser keine Versprechungen als leere Versprechungen. Versicherungen, dass er Änderungen bringen würde, sind aber nicht ausreichend.

Änderungen würde Obama auf jeden Fall bringen.
Aber das würde Clinton auch bringen. Es ist zb. nicht schwer vorauszusagen, dass die USA in der nächsten Regierungsperiode aus dem Irak abziehen werden. Das ist praktisch vorprogrammiert. Eine grosse Leistung des zukünftigen Präsidenten wird das nicht. Der Umgang der mit aber doch.

Als nächstes wird von der verpflichtenden Krankenversicherung geredet. Dafür wird schon seit Jahren der Weg vorbereitet. Einen echten Wechsel des Versicherungssystems kann ich mir aber trotzdem nicht vorstellen. Ein Umschwung in diesem Bereich wäre zu komplex. Dass das Versicherungssystem sozialer wird, kann ich mir schon vorstellen.

Aber welche Änderungen kann ein Präsident überhaupt erreichen? Obama redet von einem gross angelegten Wechsel, ja sogar von "den Wechsel". Da könnte man fast denken, er müsse nicht nach den Regeln der US-Politik, überhaupt den Regeln des Systems, spielen. Wenn Obama im Groben von seinen Plänen spricht, dann glaubt man aber fast wirklich, dass alles möglich ist in den USA. Immerhin ist es möglich, dass ein Farbiger (oder eine Frau) PräsidentIn wird. Es ist möglich, dass jemand mit einem islamischen Hintergrund in einem Land Präsidentschaftskanditat wird, indem die Angst gegen Moslems an sich hoch gehalten und gefördert wird.

Auf dem Boden der Realität angelangt, wird man aber merken, dass auch Obama mit dem Strom schwimmen muss. Auch er wird von Lobbies beeinflusst, auch er ist seinen Wahlkampfspender schuldig. Unabhängig von Konzernen und Lobbies kann kein US-Präsident sein.

Also: Was wird so besonders an einem Präsidenten Obama sein, welchen Wechsel wird er bringen, der so aussergewöhnlich ist? Auf jeden Fall bringt schon seine Kanditatur einen Ansatz des Änderung des gesellschaftlichen Denkens mit. Ist den gar sein vorausgesagter Wechsel, diese Änderung? Eine gesellschaftliche Änderung? Mehr Wir als Ich? Oder ist das nur die Wahlkampfhysterie?
Eines ist sicher: das Wahlvolk ist umso enttäuschter, je mehr es sich erwartet...



Kommentare

von: Anonym
am 16.May.2008 15:43:13

Was ein Präsidentschaftskandidat wie Obama zurzeit an Wechsel verprechen kann, das wird er versprechen: Die Vereinigten Staaten sind enttäuscht von den System Bush, umso mehr verpricht es sich von einem neuen Präsidenten. Zudem ist Obama ein Superlativ, einer der jüngsten, die es zum Präsidenten schaffen könnten und zudem noch schwarz. Er verkörpert den Wandel!
Es ist klar, dass ein solcher Kandidat viel zu überwertet wird, dennoch wird ein Wechsel zu Obama doch einen Wandel bringen: Der Abzug der Amerikaner aus dem Irak wird eine Aufgabe, an der Politiker fallen könnten. Die längst nötige Reform des amerikanischen Sozialwesens, die Rezession überstehen, eine klare Außenpolitik führen, ob Obama will oder nicht, der nächste Präsident wird eine Menge "Changes" vor sich haben...
Eines jedoch kann sich zeigen: Wird Obama die Macht haben, wie sie einst Kennedy hatte und gegen die Macht der Lobbies agieren und sogar kämpfen können? Ich trau es ihm zu, sein Charisma erinnert viele Leute an den Beliebtesten aller Präsidenten, auch darauf baut Obamas Beliebtheit auf.
Ja, Obama ist im Gegensatz zu Clinton in der Lage, einen echten Wandel in den USA zu erreichen, ob das vorteilhaft für uns sein wird, wird sich vor allem in Obamas Außenpolitik zeigen: Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auch im Süden, Konsolidierung des amerik. Haushaltes, die den deutschen Export schaden und anderes sind die Schlagworte, die da auf uns zu kommen könnten...

von: Anonym
am 06.Jul.2008 23:13:32

es war zu erwarten,

dass obama , erstmal am ziemlich sicheren Weg zum Erfolg, ein Opportunist wird. Man sagt ja jetzt schon, dass sein Wahlslogan "Change" nun eine ganz andere Bedeutung bekommen hat - im Hinblick seines WEndehalses

von: Anonym
am 07.Nov.2008 14:2:45

Nun ist es soweit

...Obama ist nun Präsident der USA und der Hoffnungsträger alle, die sich Veränderungen wünschen. Ich blicke optimistisch in die  Zukunft und und bin gespannt was nun auf die USA und den Rest der Welt zukommt.

von: Anonym
am 10.Nov.2008 12:41:29

und weiter???

Obama hat über 800 Mio Wahlkampfspenden erhalten. Er hat auf staatliche Wahlkampfhilfe verzichtet, um kein Limit vorgesetzt zu bekommen. Glaubt echt jemand, dass er seinen "Gläubigern" keine Rechenschaft schuldig ist.
Kaum an der Macht, setzt er den ehem. Kabinettchef Clintons als seinen ein. Ein Mann, der den Irak Krieg befürwortet hat und in Israel freiwillig beim Militär gedient hat!
Der einzige "Change" den Obama bringen wird, ist schon passiert, nämlich das ein Afro-Amerikaner Präsident geworden ist. Gut, bedeutet sicher für die gesellschaftliche Atmosphäre in den USA immens viel, aber sonst?

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