was wäre, wenn sich die bolivarische Revolution Venezuelas ausbreiten würde?

von: Samy1
am 22.Apr.2006 23:38:35

Sozialismus des 21. Jahrhunderts

LAteinamerika war immer schon das Ziel von US Interventionen. In den letzten Jahren ist es verstärkt zum Experimentierlabor des Neoliberalismus, mit der USA an der Spitze, geworden. Zb.: die Privatisierung der Wasserversorgung in Bolivien, was zu massiven Protesten, wegen extremen Verteuerungen, führte. Aber der IWF und die Weltbank erpressen die Staaten der 3.Welt, und setzen solche Experimente als Bedingungen für Kredite ein.
D.h Wir unterstuetzen euch nur mit Krediten, wenn westliche, multinationale Firmen eure Rohstoffe ausbeuten koennen, und die Macht im Land uebernehmen.

In Venezuela hat sich in den letzten Jahren eine Entwicklung ereignet, die massive Verbesserungen mit sich brachte, und ein neues Modell darstellt. Das beste daran: die Bevoelkerung hat das System selber, durch Massenproteste, geaendert. Leider wird das in den westlichen Medien nicht akkzeptiert, und die Tragweite nicht erkannt. Oder aber absichtlich ignoriert, um der Bevoelkerung dieses System nicht schmackhaft zu machen, und dem Volk zu enthalten, dass es durch eine Revolution ihr Leben selbst in die Hand nehmen kann und die ungerechte Ausbeutung verhindern kann.

Was ware, wenn das bolivarische system von anderen Laendern Lateinamerikas uebernommen wird? Die Auswirkungen waren, u.a
Bekaempfung des Analphabetismus ( in Venezuela fast ausgeloescht)
-Frei Bildung fuer alle. (Vorher SChulgeld verpflichtend)
-Freier Hochschulzugang und Stipendien (vorher konnt nur die Mittel und Oberschicht studieren)
-keine representative, sondern partizipatorische demokratie. (Venezuela ist das einzige Land, dessen Bevoelkerung ueber ihre Verfassung bestimmen konnte, und abstimmen konnte)
-keine Privatisierung lebensnotwendiger Bereiche (Wasser, Bildung, Gesundheit)
-freie Gesundheitsversorgung fuer alle
-Solidaritaet mit - und Unterstuetzung von anderen Entwicklungslaender(billige Erdoellieferungen an Nachbarstaaten, aber auch an Staaten in den USA (zb Maine))
-Das Volk kann Entscheidungen mitreffen. Volksversammlungen, Abstimmungen etc (Referenden zu allen Fragen nationaler Bedeutung einschließlich Verfassungsänderungen)
-Verbindlichkeit von in Bürgerversammlungen getroffenen Entscheidungen für den Staat
-der Praesident kann nach der halben Amtszeit durch ein Referrendum abgesetzt werden.
-Hausarbeit und Arbeiten im informellen Sektor berechtigen zu Leistungen aus den Sozialversicherungen
-Gerichtskostenfreiheit ...

Der Sozialismus in Venezuela verhindert das Aufkommen des groessten Schwachpunktes der vergangenen sozial. Systemen. Naemlich das Einparteiensystem. Das boliviarische System verknuepft Sozialismus mit direkter Demokratie. Enteignungen werden nur in notwendigen Faellen gegen Entschaedigungen durch das Volk durchgefuehrt (brach liegendes Land von grossgrundbesitzern, waehrend das Volk hungert..). Sogar gegen die private Medienwirtschaft, die direkt gegen den Praesidenten hetzt und teilweise obszoen beschimpft, wird nichts gesetzliches unternommen. D.h Privateigentum wird vollkommen respektiert.

Schon heute kooperiert Venezuela mit vielen fortschrittlichen Laendern Lateinamerikas, um eine Alternative zur neoliberalistischen Ausbeutung zu formen. Cuba, Argentienien, Brasilien, Chile, Bolivien... In all diesen Laendern sind linsgerichtete Regierungen an die MAcht gewaehlt worden. Durch verstaerkte Zusammenarbeit und in Zukunf ein Wirtschaftsbund, koennen die Probleme der Laender, v.a die Armut und der Analphabetismus bekaempft werden. Die Arbeiter wuerden einen gerechten Lohn erhalten, somit kann sich die Gesellscahft entwickeln. Multinationalen Firmen werden nicht mehr nur Hungerloehne auszahlen duerfen, und ohne Kontrolle di eUmwelt nachhaeltig zerstoeren koennen. Ihnen wird der spielraum fuer erpressungen entzogen.

Im Gegensatz zu von den USA aufgezwungenen Scheindemokratien (irak, Afghanistan..) ist hier die treibende Kraft das Volk gewesen!! Demokratie muss von unten , von der Basis, dem Volk, kommen; nicht von oben verordnet.

Ausbeutungen von multinationalen Firmen und Erpressungen von den USA koennen das venezuel.System nicht schwaechen, weil es ihnen keinen Spielraum gibt. Das Ziel von Firmen ist es maximalen Profit zu erreichen, das liegt in ihrer Natur. Das Ziel des Staates ist, seine Bevoelkerung in Wuerde leben zu lassen und ihr Bildung, Arbeit und Sicherheit zu garantieren. Bei der Entwicklung auf der Welt, ist Venezuela ein Vorzeigebsp und zeigt die wahre Aufgabe des Staates. Sogar in Westen, werden die Regierungen durch Firmen mit Abwanderung, Arbeitsstellenabbau etc. erpresst, um Subventionen und Steuererleichterung zu erhalten und einen Abbau der Arbeitnehmerrechte zu erreichen. Die Auswirkungen des Neoliberalismus in den Entwicklungslaendern ist hierbei weit schlimmer. Hier geht es um Leben und Tod.

bearbeitet am 23.Apr.2006



Kommentare

von: Anonym
am 04.May.2006 16:53:1

Cuba und Wahlen?

>Cuba, Argentienien, Brasilien, Chile, Bolivien... In all >diesen Laendern sind linsgerichtete Regierungen an die MAcht >gewaehlt worden Ich kann mich nicht erinnern, dass es in Cuba in den letzten 50 Jahren freie Wahlen gab...

von: Samy1
am 04.May.2006 18:51:48

Stimmt. Tatsächlich ist in Kuba der demokratische Prozess rückständig. Gerade deswegen ist der Fortschritt in Venezuela so progressiv; weil er eben direkte Demokratie zulässt.
Ausserdem muss man in Kuba die rigorose Isolation beachten. Nicht einmal Medikamente und Lebensmittel dürfen nach Kuba exportiert werden. Trotzdem hat Kuba seit der Revolution massive positive Änderungen für das Volk hervorgebracht. MAn bedenke, dass Kuba alleine mehr Ärzte in Entwicklungsländer schickt als die EU und die WHO gemeinsam!!! Im Bereich der Bildung ist Kuba Weltspitze usw..

von: Anonym
am 03.Feb.2007 3:33:54

Kubaner

Ich verstehe garnicht was ihr da über Kuba erzählt! ich selber komme aus Kuba. Meien Eltern kamen aus Deutschland und ich wuchs mit ihnen dort auf.

In Kuba gibt es Wahlen, und es gibt dort eine Rege Wahlbeteiligung von meistens 90+ % . In Kuba wird zwar nicht die Regierung gewählt aber eben die gesammten Landräte(so nennt man das dort übersetzt). Wir regulieren uns selbst... anders als hier. Als ich vor einigen Jahren in Deutschland ankam um mal was anderes zu sehen, war ich erschrocken welche Diktatur hier erscht. Ihr könnt ja ncihteinmal eure Politiker direkt abwählen... und schongarnciht wählen, in ganz Europa wird euch da jemand vor die nase gesetzt... sowas gibt es in kuba nicht... wenn uns dort etwas nciht passt wird der Politiker sofort abgewählt und durch jemand neues ersetzt!

Also bitte... das mit Kuba und keinen freien Wahlen ist unsinnig.... ich finde in kuba gibt es mehr Demokratie als sonst wo auf der Erde! ICh stehe zu Kuba und kann letztlich nur verachtung für den Westen empfinden weil ihr uns und unsere Regierung eifnach nciht anerkennen wollt !

Kubanische grüße aus Berlin.



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