was wäre, wenn Magnetschwebebahnen ein Hauptverkehrmittel wären

von: Samy1
am 07.Apr.2006 23:33:59

Zukunft des Transportwesens

Eines ist klar: Das Prinzip unserer Verkehrsmittel, vor allem die Antriebsart hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert. Die Entwicklungen hinsichtlich Rohstoffe und Umwelt schreien förmlich nach einen Umschwung in diesem Sektor. Eine Alternative, die sich langsam verbreitet ist die Magnetschwebebahn. Sie ist umweltverträglich, lärmarm, komfortabel, schnell und sicher.

Gewöhnliche Magnetschwebebahnen erreichen Geschwindigkeiten biszu 500 km/h (v.a weil keine Reibung entsteht), sind witterungsunabhängig, schützen vor Entgleisungen, führen zu keinen Verschleiß, verursachen keinen Feinstaub und sind leise.

Hierbei sind zwei bemerkenswerte, futuristische Projekte zu nennen.
1.) Swissmetro plant die Verbindung der Verkehrknotenpunkte der Schweiz durch ein unterirdisches Verkehrsnetz. Die Magnetschwebebahnen sollen in richtungsgetrennten Tunneln mit je 5 m Durchmesser verkehren, in welchen ein Teilvakuum herrscht (Vakuumtunnel). So wäre der Luftwiderstand und damit der Energieverbrauch relativ gering. Die Durchschnittgeschwindikeit wird 500km/h betragen. Damit würde man für die Strecke Basel-Zürich weniger als 15 min benötigen. Eine erste Teststrecke soll im Jahre 2020 errichtet sein.

2.) Der Trans-Atlantik-Tunnel soll Europa mit den USA verbinden. Statt bisher 13 Stunden soll so die Strecke in weniger als einer Stunde bewältigt werden. Die Idee dahinter ist ein Vakuum-Rohr, welches unter Wasser geführt werden soll und mit Stahltrossen erdbebensicher am Meeresboden verankert werden soll. Durch das Vakuum entsteht kein Luftwiderstand, womit Geschwindigkeiten biszu 8000 km/h möglich wären. Die notwendige Technologie ist bereits vorhanden. Allerdings sorgt das schiere Ausmaß des Projekts und die daraus resultierenden gewaltigen Kosten für Stirnrunzeln bei potenziellen Investoren. Aber die meisten Einführungen von Neuentwicklungen haben anfangs viel Geld verschlungen. Nur durch solchen Mut kann sich die Menschheit weiterentwicklen.

Man denke an den Eurotunnel. Das mutige Projekt hat über 13 Milliarden Euro verschlungen.

Diese Änderungen würden aber massive Änderungen in der Erde mit sich ziehen. Wenn in Zukunft Hauptverkehrswege unterirdisch geführt werden, wird praktisch maulfwurfartig ein Tunnelsystem unsere Erde durchziehen. Wie können wir alle Aspekte berücksichtigen, wenn wir nicht einmal den inneren Aufbau der Erde richtig erforscht haben.





Kommentare

von: Anonym
am 24.Jan.2010 14:26:9

Magnetschwebetechnik

...ist nur von den Politikern wirklich nie zu Ende gedacht worden
aber sehr nützlich, wenn der Zug mit halbem Querschnitt im Vakuum oder Teilvakuum fährt. Wurde bereits 1934 von Hermann Kemper inkl. der Technik des Fahrens im Vakuumrohr zum Patent angemeldet.
Da die Fahrzeiten damit deutlich höher als 2.000 km/h liegen könnten, wären die Fahrzeiten allein in Deutschland und Europa so kurz, dass man Züge mit kleinen Querschnitten und Abteilen groß wie die Sitze in einem PKW bauen könnte. Dadurch sind die Rohre mit handelsüblichen Stahlrohren leicht realsierbar. Entweder ganz in die Erde vergraben oder nur teilweise.
Die Vorteile sind immens:

Geschwindigkeit bis 5.000 km/h (technisch sogar bis 20.000 km/h)
Fahrzeiten maximal 1/2 Stunde. Meistens nur Minuten zwischen einzelnen Stationen.
Interkontinentalverbindung im Stundentakt in jeden Winkel der Erde.
Keine Interaktion mit der Umwelt: Tiere, anderer Verkehr, Wetter, Bäume, Menschen
Keine Geräuschentwicklung.
Unsichtbar
Energiesparend wie ein Auto mit 0,2 Liter Spritverbrauch.
Nutzung von Solarstrom oberhalb der Trasse.
Durch den halben Querschnittnur ein Viertel so groß wie ein normaler Zug.

Aber wer muss in diesem Zug herumlauen, wenn er nur ein paar Minuten damit fährt? Wir fahren ja auch stundenlang in einem PKW, ohne dabei aufzustehen.
Flugzeuge kann man sich sparen. Mit allen Konsequenzen für die Umwelt und Sicherheit.
Die Lobbyisten der Auto-, Flugzeug und Bahnindustrie haben all dies erfolgreich verhindert.

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