Energie durch Kernfusion
von: EineWelt
am 17.Jul.2006 15:27:14
Kernfusionsreaktoren können den immer höher werdenden Energiebedarf der Menschheit problemlos decken. 2008 wird eine Kernfusionsversuchsanlage gebaut werden, die endgültig beweisen wird, ob eine Energiegewinnung durch Kernfusion möglich und lukrativ ist. Denn bis jetzt ist es den Experten nur in Kleinversuchen gelungen prinzipiell eine Kernfusion zu starten.
Diese Art der Energiegewinnung wäre sehr lukrativ. Durch die Kernfusion kann zehn mal mehr Energie gewonnen werden, als für den Start der Kernfusion nötig ist. Die einzigen benötigten Rohstoffe wären Wasser und Gestein. Für die Versorgung eines Haushaltes würden schätzungsweise jährlich zwei Liter Wasser und ein Kilo Gestein benötigt. Für die Versorgung der USA würde ein Kraftwerk von 1000m Länge ausreichen. Diese Technologie ist so vielversprechend und lukrativ, dass erstmals die EU, USA, Japan, China, Russland, Indien und Südkorea an einem solchen Riesenprojekt arbeiten.
Aber obwohl man nur primitive Rohstoffe braucht, sind die anderen benötigten Faktoren umso komplizierter. Man benötigt eine Temperatur von einigen Millionen Grad, um die Kernfusion zu starten. Die grösste Schwierigkeit bis jetzt ist es die Fusion aufrechtzuerhalten. Man versuchte das Plasma aus Deuterium-Tritium Fusion durch Magnetfelder zu stabilisieren. Ohne Erfolg. Ein weiteres Problem sind die verwendeten Materialien. Man braucht Stoffe, die den Neutronenbeschuss dauerhaft aushalten, und möglichst geringe Radioaktivität entwickeln, sodass sie nach 100 Jahren wieder gefahrlos angefasst werden können. Doch hierbei ist man auf den richtigen Weg. Böhler-Uddeholm bzw. die Tiroler Planseewerke verfügen höchstwahrscheinlich über solche Spezialmaterialien.
Falls diese Stolpersteine aus den Weg geräumt werden können, ist die Kernfusion ein Riesenschritt in die Zukunft, und würde mit einem Schlag das Energieproblem in eine andere Dimension bringen. Andererseits stecken in der Forschung Milliarden von Euro, und für den Versuchsreaktor in Frankreich werden auch 2,9 Milliarden Euro benötigt. Falls es ein unüberwindbares Problem bei der Erhaltung der Kernfusion gibt, ist dies andererseits einer der größten Rückschritte der Forschung.
bearbeitet am 17.Jul.2006


