...die Treibhausgase einfach in die Erde gepumpt werden?

von: Samy1
am 14.Dec.2006 18:47:20

Shell und Co ändern den Aufstieg des Co2 Ausstoßes in einen Abstieg

Die Leute werden langsam aufmerksam auf die Erderwärmung und deren Folgen. Ex-Präsidentenkanditaten produzieren Filme darüber, etliche Organisationen und Wissenschafter weisen die Welt auf die Auswirkungen der Treibgase hin. Nichtzuletzt merken wir es selbst - Unser Konzept der Jahreszeiten verschwimmt zunehmend. Noch nie seit der Aufzeichnung von Wetterdaten gab es in der Winterzeit solch niedrige Temperaturen. Was wäre, wenn die Erderwärmung weiter ansteigt?

Die Fakten:

  • Das Kioto Protokoll sieht vor, den CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2012 um 5,2% unter das Niveau von 1990 zu senken.
  • Der jährliche Zuwachs von CO2-Ausstoss liegt  von 2000 bis 2005 bei 2,5% (in den 90er: 1%)
  • Ein weiters Ansteigen der Erderwärmung wird Klimakatasrophen begünstigen (Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürren, Hurrikane...)
  • Versauerung der Ozeane durch erhöhte Aufnahme von C02 und damit Auswirkung auf das Ökosystem
  • Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt, dass ein ungebremster Klimawandel bis zum Jahr 2050 bis zu 200 Billionen US-Dollar volkswirtschaftliche Kosten verursachen könnte.
  • Effektive Präventionsmaßnahmen (insbesondere die Reduktion von CO2) kosten dem gegenüber knapp 1 % am Welt-BIP und sind deutlich wirtschaftlicher als das Beheben von Unwetterschäden.
  • Eine Erwärmung oberhalb von 2 °C birgt enorme Risiken für das Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensräume nicht länger ihren Anforderungen entsprechen.  Bei über 3 °C droht sogar der völlige Kollaps von Ökosystemen, deutlich verstärkt auftretende Hunger- und Wasserkrisen sowie weitere sozioökonomische Schäden, besonders in Entwicklungsländern
  • Grafik über die Folgen der Erderwärmung 

Auch einige Konzeren haben nach einer Kosten-Nutzen Analyse gemerkt: Es wird verdammt teuer, falls wir nichts gegen die Erderwärmung tun. Ausserdem ist die Ökowirtschaft auch eine lukrative Einnahmequelle. Dass zeigt sich an einem Großversuch zur Endlagerung von Treibhausgasen von Shell und Statoil (zusammen mit 40 Forschungseinrichtungen und zehn europ. Ländern). In der Nähe von Berlin sollen insgesamt 600.000 Tonnen CO2 verschwinden. Das Gas wird verdichtet in den geologischen Formationen gepumpt, in denen zuvor Ergas und -öl gelagert war. Das Projekt wird mit 25 Mio. Euro von der EU gefördert und gilt als zukunftsweisend. Es gibt zahlreiche stillgelegte Förderstätten, die in Betracht kommen.  Natürlich gilt es erst zu beweisen, dass es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist und ausserdem sicher. Ansonsten könnte diese Technik des CO2 Versinkens eine gute Alternative darstellen, die parallel zu anderen Massnahmen zur Reduzierung des CO2 die Erderwärmung verzögern könnte.

Was wäre, wenn

Viele Konzerne würden ihr Image ganz schön aufpolieren, mit dem Vorweisen des nachhaltigen Wirtschaftens. Genauso würden dies viele als Freischein sehen, ihre bisherigen Ausstoss nicht zu senken. - Wenn wir den Großteil des Co2 Ausstosses eh Verschwinden lassen können, wozu dann noch andere Maßnahmen setzen? Desweiteren würde das eigentlich doppelten Gewinn bedeuten: Profit mit Verursachung der Treibhausgase und Profit mit der Versenkung der Treibhausgase. Energiekonzerne würde noch mehr Macht erlangen, als bisher. Die Co2 Entsorgung könnte ein weiters Druckmittel gegenüber Regierungen werden.

Aber wäre diese Massnahme  nicht eigentlich ein Schwindel? Würde man das Problem wirklich an der Wurzel packen, oder ist diese Technik nicht nur eine kurzfristige Massnahme, die der Beruhigung dient, solange bis sich das tatsächliche Problem nicht mehr ignorieren lässt?

Desweiteren sind, wie immer, die Langzeitfolgen zu berücksichtigen. Das Erdinnere ist ein unbekanntes Gebiet. Wissenschafter konnten bis jetzt nur Vermutungen darüber äußern. Wobei zu erwähnen ist, dass die betroffenen Gebiete nicht allzu tief gelegen sind.

Die Co2 Versenkung kann eine weitere Maßnahme sein, die Erderwärmung zu verhindern. - Nicht aber ein Freischein so wie bisher weiter zu machen. Es kann ein Glied in einer Kette sein, wobei zu beachten ist, dass es keine Lösung darstellen kann, sondern nur Symptome mildert.



bearbeitet am 14.Dec.2006 18:58:6





Kommentare

von: Anonym
am 14.Dec.2006 20:38:57

Der Klempner

Nach dem Bild, das der Film "The Core" zeichnet, in dem der Weltuntergang durch das Ende der Rotation des Erdkern eingeleutet wird, mag der geneigte Skeptiker sich Fragen, was wohl das kleinere Übel ist. CO2 inwendig oder doch lieber in der Atmosphäre.

Der Klempner


von: Anonym
am 03.May.2007 20:12:8

Idiotie wird durch Maßnahmen nicht besser

...es gibt kein Problem mit CO2


es ist alles Betrug

www.co2betrug.de



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